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Restrukturierung

Ausgangssituation

Ein mittelständisches Unternehmen im Premium Segment der Sanitärindustrie war wegen sinkender Marktanteile und steigender Kosten in finanzielle Schieflage geraten.

Herausforderung

Wegen des Druckes der Gläubiger hatte die Gesellschafterfamilie drei Unternehmensberatungsgesellschaften und einen CEO ad interim gleichzeitig angeheuert.

Die Fraktion der "Personalkostenreduzierer" hatte schon die Oberhand gewonnen.

So waren zwar schnelle, aber leider nur scheinbare Erfolge kurzfristig erzielt worden.

  • Die Marktanteile gingen fast synchron zu den Kosten zurück,
  • da die Qualitätsmängel der Produkte die Attraktivität im 3-stufigen Vertriebsweg stark beeinträchtigt haben (euphemistisch formuliert)

Zielsetzung

Zurückführen des Unternehmens in die Gewinnzone

Vorgehensweise

Ich wurde zuerst "nur" zur Reduzierung von Reklamationen und Fehlerfolgekosten als Qualitätsmanager ad interim engagiert.

Nach den ersten Management meetings, die der CEO mehr geschehen ließ, als dass er sie moderierte/steuerte, durfte ich nach einem 4-Augengespräch die folgenden meetings zielgerichtet moderieren.

Außerdem durfte ich als Schatten-Gesamtprojektleiter im Rahmen der Gestaltung der Fortschrittsberichterstattung vor den Gesellschaftern und Gläubigern die Aktivitäten der unterschiedlichen Unternehmensberatungen wenigstens zum Teil koordinieren und harmonisieren.

Ergebnis

Durch 

  • Anpassen/Neuformulieren der Produktspezifikationen gemeinsam mit den Schlüsselkunden
  • die Ausbildung der Mitarbeiter
  • Anpassung der kritischen Produktionsparameter in Richtung robuste Fertigung (Reduzierung der Anfälligkeit auf geringe Parameteränderungen)

konnten die Fehlerfolgekosten um ca. 70% und die Anzahl der Reklamationen um 50% reduziert werden.

Leider waren die Gesellschafter aber trotzdem davon überzeugt, dass für sie ein Verkauf des Unternehmens die bessere Lösung sei.